Mach es besonders.
HABITAT
Wir leben in einer Welt, die wir uns selbst geschaffen haben.
Beton, Glas und Metall bilden die Räume unseres Alltags – eine künstliche Landschaft, die uns Schutz, Orientierung und Bewegung ermöglicht und zugleich immer größer, komplexer und anonymer wird.
HABITAT untersucht das Verhältnis zwischen Mensch und dieser künstlichen Lebenswelt. Die Menschen in meinen Bildern bleiben dabei meist anonym. Als Silhouetten, Schatten oder kaum erkennbare Figuren bewegen sie sich durch Räume, deren Dimensionen sie weit zu übersteigen scheinen. Sie sind anwesend, aber nicht individuell identifizierbar. Dadurch werden sie weniger zu Porträtierten als zu Stellvertretern des Menschen im Allgemeinen.
Mich fasziniert die Ambivalenz dieser künstlichen Welt: Wir haben sie entworfen und gebaut, sie ist unser Lebensraum – und doch ist sie so weit entfernt von der idealen Umgebung für Lebewesen. Die Architektur wirkt monumental, präzise und dauerhaft, während wir Menschen darin klein, vorübergehend und beinahe verloren erscheinen. Und dennoch strahlen wir Menschen eine souveräne Ästhetik aus, wenn wir uns durch sie bewegen.
Dieses Zusammenspiel von Mensch und Raum: das Licht, die Geometrie, die Flächen und Perspektiven – und die selbstverständliche Art, mit der sich Menschen darin bewegen und aufhalten steht dabei im Fokus.
HABITAT ist damit eine Betrachtung unserer selbst geschaffenen Umwelt und zugleich eine Frage nach unserem Platz darin: Wie viel Raum nehmen wir in der Welt ein, die wir für uns gebaut haben? Und was geschieht mit unserem Selbstbild, wenn wir uns darin plötzlich selbst als klein und vorübergehend erfahren?
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